Fertigungsprozessauslegung für Holzgroßprojekte im kleinbetrieblichen Unternehmensverbund nieders. Zimmereibetriebe

Kooperation Holzbau: kp Kooperation Holzbau im Internet

Kooperationspartner:

Ing.-Holzbau Cordes, Zimmerei Alfred Cohrs, Fritz Kathe & Sohn GmbH, Georg Steinbach,
Werner Biermann Holzbau GmbH & Co. KG, Karlheinz Lau Holzbau GmbH & Co. KG,
Alfred Brockhaus GmbH, Ing. Holzbau Krogmann GmbH, Zimmerei SIEVEKE GmbH, Technologie-Centrum, Institut für integrierte Produktion Hannover GmbH (IPH), cadwork informatik Software GmbH

Geldgeber: Technologiezentrum Hannover (TCH)

Laufzeit:   Januar 2000 bis März 2002

Gegenstand des Entwicklungsvorhabens ist die Generierung einer modular und flexibel einsetzbaren innovativen Fertigungstechnik zur effizienten Realisierung von Holzgroßprojekten im kleinbetrieblichen niedersächsischen Unternehmensverbund.

Das Grundanliegen des Entwicklungsprojekts ist es, intelligente und innovative Systeme der Planung, Steuerung und Fertigungstechnik für den Aufbau von virtuellen niedersächsischen Holzbauunternehmen bzw. Konsortien zur Bewältigung von Holzgroßprojekten verfügbar zu machen. Damit sollen die kleinen und mittelständischen Betriebe des holzverarbeitenden Gewerbes in Niedersachsen in die Lage versetzt werden, auf dem rasant und unter turbulenten Bedingungen wachsenden Markt komplexer Holzgroßprojekte zu bestehen und dem hohen Wettbewerbsdruck süddeutscher oder europäischer Mitanbieter standzuhalten. Zur Durchführung und zum nachgeschalteten Transfer bietet die Gesellschaft zur Förderung des Niedersächsischen Baugewerbes (Baugewerbeverband) die Plattform, welche jedes der intensiv in das Forschungsvorhaben einbezogenen Verbundunternehmen befähigt, in Großprojekten mit einem Konsortium von bis zu 10 Unternehmen den technischen als auch den organisatorischen Fragestellungen kompetent zu begegnen und ggf. die Federführung in einem Konsortium zu übernehmen.

Die modulare Baukastenstruktur ermöglicht insbesondere auch die flexible Einbeziehung nicht direkt an dem Verbundvorhaben beteiligter anderer niedersächsischer Zimmereibetriebe in Konsortien zur Bewältigung künftiger Holzgroßprojekte.

Die Entwicklung und Testung der notwendigerweise zu entwickelnden Systeme soll so ausgelegt werden, daß die maßgeblichen Anforderungen bei der effizienten Realisierung von Holzgroßprojekten in der Praxis erfüllt werden können. Die technologischen Unterschiede von Betrieb zu Betrieb würden es dagegen heute aufgrund der heterogenen und nicht kompatiblen Systemstruktur einer Bietergemeinschaft erforderlich machen, daß jeder Betrieb die Planung seiner Teilaufgaben im Rahmen eines Großprojektes selbständig und unabhängig, ausschließlich auf die eigene Betriebstechnologie abgestimmt, durchführt. Die Folge wären, sich überschneidende Mehrfachplanungen der Projektpartner, die in höchstem Maße unwirtschaftlich und fehleranfällig sind. Eine qualitativ hochwertige Fertigung bei den geforderten kurzen Bauzeiten und gleichzeitiger Kostenbeschränkung ist jedoch nur dann möglich, wenn die mehrfache Generierung von Daten vermieden wird.

Die Bauwerksbeschreibung sollte als konsistentes Gebäudemodell im Rahmen der Werkstattplanung einmal im Rechner erzeugt werden und dann konsequent über den gesamten Planungs- und Produktionsprozeß des Großprojektes von allen Kooperationspartnern genutzt werden können.

Mit der Entwicklung solcher übergeordneter Planungsstrukturen wäre jeder einzelne Kleinbetrieb und auch jede sich sporadisch zusammenschließende Arbeitsgemeinschaft aus Kleinbetrieben, insbesondere infolge der Nichtverfügbarkeit einer durchgängigen CAD/CAM-Fertigungsprozeßkette überfordert.

Um das Vorhaben von vornherein tiefgründig und in der gesamten Komplexität anzugehen, ist eine intensive Zusammenarbeit und die Einbringung neuartiger Entwicklungen seitens des Instituts für Baukonstruktion und Holzbau der Universität Braunschweig sowie auch des Instituts für Integrierte Produktion Hannover (IPH) und damit ein intensiver Technologietransfer vorgesehen. Die tiefgründige Zusammenarbeit niedersächsischer führender Holzbaubetriebe mit den auf ihren Gebieten europaweit geschätzten Transferstellen in Braunschweig und Hannover und insbesondere auch der Transfer aus der spanenden Fertigungstechnik (IPH) in die Holzbranche verspricht einen attraktiven und marktnahen Lösungsansatz.

pdf Fertigungsprozessauslegung fuer Holzgrossprojekte.pdf

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